Hermersreuth ist ein Gemeindeteil der Stadt Gefrees im Landkreis Bayreuth (Oberfranken, Bayern). Hermersreuth liegt in der Gemarkung Metzlersreuth.

Geografie

Der Weiler liegt auf freier Flur an der Brunnenleite, einem Höhenzug des Fichtelgebirges. Eine Gemeindeverbindungsstraße führt nach Hämmerlas (0,5 km südöstlich) bzw. nach Metzlersreuth (1,5 km nordöstlich). Ein Wirtschaftsweg führt zum Meyerhof (0,5 km westlich).

Geschichte

Im Ort gab es eine Turmhügelanlage der Herren von Stein. In einer Verkaufsurkunde von 1370 wurde diese als „Haus ze Hermansreut“ erstmals urkundlich erwähnt.

Gegen Ende des 18. Jahrhunderts bestand Hermersreuth aus vier Anwesen. Die Hochgerichtsbarkeit stand dem bayreuthischen Stadtvogteiamt Berneck zu. Die Dorf- und Gemeindeherrschaft hatte das Kastenamt Berneck. Grundherren waren das Kastenamt Berneck (2 Halbhöfe) und das Adelige-Fräuleinstift-Birken der Vogtländische Ritterschaft (2 Dreiviertelhöfe).

Von 1797 bis 1810 unterstand Hermersreuth dem Justiz- und Kammeramt Gefrees. Infolge des Ersten Gemeindeedikts wurde Hermersreuth dem 1812 gebildeten Steuerdistrikt Lützenreuth und der zugleich entstandenen Ruralgemeinde Metzlersreuth zugewiesen. Im Zuge der Gebietsreform in Bayern wurde Hermersreuth am 1. Januar 1973 nach Gefrees eingemeindet.

Ehemalige Baudenkmäler

  • Haus Nr. 2: Zwei korbbogige Türrahmungen
  • Haus Nr. 3: Zugehörig, ein wahrscheinlich um 1800 errichtetes, bescheidenes Satteldachhaus, verputzt mit Eckquaderung.
  • Haus Nr. 7: Korbbogige Türrahmung

Einwohnerentwicklung

Religion

Hermersreuth ist nach St. Johannes der Täufer (Gefrees) gepfarrt und seit der Reformation evangelisch-lutherisch geprägt.

Literatur

  • Tilmann Breuer: Landkreis Münchberg (= Bayerische Kunstdenkmale. Band 13). Deutscher Kunstverlag, München 1961, DNB 450619397, S. 21. 
  • Johann Kaspar Bundschuh: Hermersreuth. In: Geographisches Statistisch-Topographisches Lexikon von Franken. Band 2: El–H. Verlag der Stettinischen Buchhandlung, Ulm 1800, DNB 790364298, OCLC 833753081, Sp. 599 (Digitalisat). 
  • Annett Haberlah-Pohl: Münchberg. Der Altlandkreis (= Historischer Atlas von Bayern, Teil Franken. I, 39). Kommission für bayerische Landesgeschichte, München 2011, ISBN 978-3-7696-6556-7. 
  • Sabine Hafner: Gefrees 2035: Integriertes Stadtentwicklungskonzept (ISEK) für die Stadt Gefrees. Gefrees 2019, S. 133–135 (Digitalisat [PDF; 48,4 MB]). 
  • Dietmar Herrmann, Helmut Süssmann: Fichtelgebirge, Bayerisches Vogtland, Steinwald, Bayreuther Land. Lexikon. Ackermannverlag, Hof (Saale) 2000, ISBN 3-929364-18-2, Sp. 261. 

Weblinks

  • Hermersreuth in der Ortsdatenbank des bavarikon, abgerufen am 30. April 2023.
  • Hermersreuth in der Topographia Franconiae der Uni Würzburg, abgerufen am 10. Februar 2025.
  • Hermersreuth im Geschichtlichen Ortsverzeichnis des Vereins für Computergenealogie, abgerufen am 10. Februar 2025.

Fußnoten


Gefrees Hermersreuth

Die Ermreuther Hauptstraße in Ermreuth MGRS 32UPA5700 Geograph

Heinersreuth Bürgerbegehren der zweite Versuch Bayreuther Land

Halbe Million vergeben Heinersreuth und seine Heizzentrale

Das wundersame Toleranzverständnis in der fränkischen Gemeinde Ermreuth